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Vogelbeere
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Die Vogelbeere, gemeinsprachlich hĂ€ufiger die Eberesche oder der Vogelbeerbaumcite-ref-duden1-1-0[1]cite-ref-duden2-2-0[2] (Sorbus aucuparia), ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mehlbeeren (Sorbus, Ebereschen) innerhalb der Familie der RosengewĂ€chse (Rosaceae). Die Zugehörigkeit zu den KernobstgewĂ€chsen (Pyrinae) kann man bei genauer Betrachtung der FrĂŒchte gut erkennen; sie sehen wie kleine Äpfel aus.

Andere deutschsprachige Trivialnamen sind Drosselbeere, Quitsche oder Krametsbeere. Die Bezeichnung als Speierling ist irrefĂŒhrend, da dies der gebrĂ€uchliche Name einer anderen, viel selteneren Sorbus-Art ist. Die Vogelbeere ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besitzt als Pionierart ein breites Bodenspektrum. FĂŒr Insekten, Vögel und SĂ€ugetiere ist sie eine wertvolle Futterpflanze. Die vielfĂ€ltige Nutzung durch den Menschen spiegelt sich in zahlreichen regionalen Namensgebungen wider. Im Aberglauben und Brauchtum hat sie eine bedeutende Rolle inne. In Deutschland wurde die Vogelbeere im Jahr 1997 zum Baum des Jahres gekĂŒrt. Entgegen einer weitverbreiteten Annahme sind ihre FrĂŒchte (bedingt) essbar und ungiftig.

Contents

‱ Etymologie
‱ Habitus
‱ Lebensweise
‱ Krankheiten
‱ Vorkommen
‱ Verbreitung
‱ Systematik
‱ Verwendung
‱ Zierbaum
‱ Holz
‱ Medizin
‱ KonfitĂŒre
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Etymologie

Der Name Eberesche leitet sich vom spĂ€tmittelhochdeutschen Wort eberboum und von Esche ab und rĂŒhrt daher, dass die BlĂ€tter jenen der Eschen Ă€hneln, obwohl keine nĂ€here Verwandtschaft zwischen diesen Baumarten besteht. Der erste Bestandteil wird aus gallisch eburos ‚Eibe‘ entlehnt, der auf indogermanisch *erebʰ- ‚dunkelrötlich, brĂ€unlich‘ zurĂŒckgeht, welches die rötlich-braune Beerenfarbe bezeichnet. Volksetymologische Umdeutung mit Aber im Sinne von „falsche, minderwertige Esche“ (wie in „Aberglaube“ und „Aberwitz“) ist sprachlichcite-ref-3[3] und von der Sache her nicht zu vertreten. Es ist eher anzunehmen, dass sich der Name auf den Eber bezieht, da frĂŒher die FrĂŒchte zur Schweinemast verwendet wurden. Der wissenschaftliche Name aucuparia wird aus lateinisch au (avis = der Vogel) und cuparia (capere = fangen) gebildet und stammt daher, dass die roten Beeren frĂŒher hĂ€ufig als Köder beim Vogelfang eingesetzt wurden.cite-ref-forstbotanikunifreiburg-4-0[4] Auch die Bezeichnung Vogelbeere (die gemeinsprachlich nur fĂŒr die FrĂŒchte benutzt wird, nicht fĂŒr den Baum) stammt daher, dass die „Beeren“ (FrĂŒchte) als Köder fĂŒr Vögel verwendet wurden.cite-ref-duden1-1-1[1]

Die Eberesche – als verbreitete Baumart – hat in allen Zeiten dem Menschen ein beliebtes, wohlschmeckendes Nahrungsmittel und Heilmittel geboten. Aus diesem Grund sind viele regional sehr unterschiedliche Wortschöpfungen fĂŒr diese Baumart entstanden. Darunter sind: VogelbĂ€r, Blumenesche, Ebschbeere, Zwergesche, Eibschen, Quetsche(n), Queckbeere, Quitsbeere, Kronawetterbeere, Drosselbeere, Vogelbeere, Quitschbeere, Queckenboom, GĂŒrmsch (Berndeutsch).

Beschreibung

Habitus

Die sommergrĂŒnecite-ref-florawebart-5-0[5] Vogelbeere erlangt ein gewöhnliches Alter von 80, in seltenen FĂ€llen, vor allem als Gebirgsbaum auch bis 120 Jahren.cite-ref-stinglwagner2005-6-0[6] Mit einer durchschnittlichen Wuchshöhe von 15 Metern ist die Eberesche ein eher kleinwĂŒchsiger Baum. Einzelstehend, ohne Beschattung durch konkurrierende Gehölzarten, kann sie auch Wuchshöhen von bis 25 Metern erreichen. Der Stammdurchmesser erreicht bis zu 70 Zentimeter, sehr selten mehr.cite-ref-7[7] StockausschlĂ€ge der Eberesche wachsen gewöhnlich mehrstĂ€mmig als wesentlich kleinerer Strauch. In den ersten 20 Jahren wĂ€chst sie relativ schnell, danach stockt das Wachstum. Die Eberesche besitzt ein weitreichendes und tiefgehendes Senkerwurzelsystem und die FĂ€higkeit, sich ĂŒber StockausschlĂ€ge und Wurzelbrut vegetativ zu vermehren. Auf Pseudogleyböden wurzelt sie hingegen relativ flach.

Kennzeichnend fĂŒr die Eberesche ist ihre zierliche Gestalt sowie die oval bis rundliche, unregelmĂ€ĂŸig aufgebaute und locker gehaltene Krone. Der Stamm der Eberesche zeichnet sich durch eine schlanke, walzenförmige Wuchsform aus. Die Äste stehen vom Stamm ab oder sind schrĂ€g nach oben gerichtet. Die glatte, glĂ€nzende Rinde jĂŒngerer BĂ€ume ist gelblich bis grĂŒnlich grau gefĂ€rbt und zeigt lĂ€ngliche, quer zur Wuchsrichtung gestellte Lentizellen, die den Gasaustausch mit der Umgebung sicherstellen. Mit zunehmendem Alter des Baumes nimmt die Rinde eine mattgraue FĂ€rbung und feinrissige Struktur an. Nur wenige Exemplare entwickeln im hohen Alter im unteren Stammbereich eine schwĂ€rzliche, lĂ€ngsrissige Borke. Jungtriebe bilden gewöhnlich eine weiche, filzige Behaarung aus und sind aschgrau gefĂ€rbt. Eine Besonderheit stellt das Chlorophyll dar, das sich unter der glatten Rinde der Zweige befindet. Dies befĂ€higt den Baum bereits vor dem Laubaustrieb zur Photosynthese. Sein Vorkommen in höheren Lagen wird dadurch unterstĂŒtzt.cite-ref-erl-8-0[8]

Knospe und Blatt

Die Winterknospen der Vogelbeere sind meist dunkelviolett gefĂ€rbt und weißfilzig behaart. Dies stellt ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Speierling dar, dessen grĂŒne und klebrige Knospen allenfalls an den SchuppenrĂ€ndern eine feine Behaarung entwickeln. Die Endknospe an den Zweigspitzen ist gewöhnlich gekrĂŒmmt.

Die wechselstĂ€ndig an den Zweigen angeordneten LaubblĂ€ttercite-ref-forstbotanikunifreiburg-4-1[4]cite-ref-erl-8-1[8] sind in Blattstiel und -spreite gegliedert und sind dabei bis etwa 17–20 cm lang sowie 8 bis 11 cm breit. Der 3–5 Zentimeter lange Blattstiel und die rinnige Rhachis sind mehr oder weniger rötlich. Die unpaarig gefiederte Blattspreite setzt sich gewöhnlich aus 9 bis 19 schmal-eiförmigen bis lĂ€nglichen oder elliptischen, unterseits helleren BlĂ€ttchen zusammen.cite-ref-krebs-9-0[9]cite-ref-10[10] Die 4 bis 6 cm langen und etwa 2 cm breiten BlĂ€ttchen sind fast sitzend, nur das EndblĂ€ttchen ist mehr oder weniger gestielt. Sie sind nach vorne spitz und zum Grund hin meist asymmetrisch abgerundet, seltener spitz. Der einfach bis doppelt gesĂ€gte Blattrand bildet eine spitze, ungleiche ZĂ€hnung aus.cite-ref-krebs-9-1[9] Die unbehaarte Blattoberseite zeigt eine sommergrĂŒne FĂ€rbung, wohingegen die Unterseite eher graugrĂŒn gefĂ€rbt ist und eine leichte Behaarung entwickeln kann.cite-ref-meyer2005-11-0[11] Die FiederblĂ€ttchen der Eberesche besitzen keine BlattzahndrĂŒsen an der Spitze.cite-ref-meyer2005-11-1[11]cite-ref-rothmaler2016-12-0[12]

BlĂŒtenstand und BlĂŒte

Die Vogelbeere erlangt ihre BlĂŒhfĂ€higkeit bereits im Alter von fĂŒnf bis sechs Jahren. Auf der Nordhalbkugel blĂŒht sie von Mai bis Juli. Der reichblĂŒtige BlĂŒtenstand entspricht einer ausgebreiteten Schirmrispe, in der 200 bis 300 BlĂŒten vereinigt sind.cite-ref-meyer2005-11-2[11] Je nach Unterart sind die Infloreszensachsen flĂ€chig behaart (ssp. aucuparia) oder fast bis ganz kahl (ssp. glabrata).cite-ref-meyer2005-11-3[11]cite-ref-rothmaler2016-12-1[12]

Die zwittrige, etwas unangenehm duftendecite-ref-uniconnecticut-13-0[13] und gestielte BlĂŒte ist bei einem Durchmesser von etwa 10 Millimetern radiĂ€rsymmetrisch und fĂŒnfzĂ€hlig mit doppelter BlĂŒtenhĂŒlle. Die fĂŒnf KelchblĂ€tter besitzen dreieckige Kelchzipfel, die zur Spitze hin abgerundet bis stumpflich sind. Die Basis der KelchblĂ€tter betrĂ€gt etwa 1,5 Millimeter Breite, die Seitenlinien etwa 1,3 bis 1 Millimeter.cite-ref-meyer2005-11-4[11] Sie sind drĂŒsig bewimpert, mehr oder weniger behaart oder auch kahl. Auch wĂ€hrend der Fruchtreife behalten sie eine fleischige Konsistenz.

Die fĂŒnf weißen, ausladenden KronblĂ€tter entwickeln eine LĂ€nge von (drei) vier bis fĂŒnf Millimeter. Ihre Form ist entweder rundlich oder breit-eiförmig ausgeprĂ€gt. Sie sind kurz genagelt und besitzen Richtung Grund etwas oberhalb des Nagels eine wollige Behaarung. Die LĂ€nge der 20 StaubblĂ€tter entspricht in etwa derjenigen der KronblĂ€tter. Die BlĂŒte besitzt zwei bis fĂŒnf freie Griffel, die in der unteren HĂ€lfte behaart sind.cite-ref-kutz-14-0[14] Die unterstĂ€ndig stehenden unverwachsenen FruchtblĂ€tter sind in den BlĂŒtenboden eingesenkt und mit diesem verwachsen. Die fleischige BlĂŒtenachse verbindet sie miteinander.cite-ref-15[15]

Frucht und Samen

Die FrĂŒchte reifen von August bis September. Die bei Reife leuchtend roten, glatten und breitrunden oder eiförmigen FrĂŒchte werden etwa (6–)9–10(–14) × 8–9 Millimeter groß. Sie sind im botanischen Sinne ApfelfrĂŒchte. Im Volksmund werden sie bisweilen als „Beeren“ bezeichnet. Den FrĂŒchten haften noch die Kelchzipfel an. Die vierfĂ€chrigen Samenanlagen mit je zwei Anlagen werden gewöhnlich ausgebildet.cite-ref-meyer2005-11-5[11] Sie enthalten meist etwa 3,5–4,5 Millimeter lange, abgeflachte und rotbraune, etwa eiförmige, relativ glatte Samen. Als Wintersteher hĂ€ngen die FrĂŒchte hĂ€ufig bis in den Winter hinein in dichten „BĂŒscheln“ am Baum.

Chromosomenzahl

Die Chromosomengrundzahl betrÀgt x = 17, es liegt Diploidie vor mit einer Chromosomenzahl von 2n = 34.cite-ref-oberdorfer2001-16-0[16]cite-ref-ipcn-17-0[17]cite-ref-rothmaler2016-12-2[12]cite-ref-biolflor-18-0[18]

Ökologie

Lebensweise

Bei der Vogelbeere handelt es sich um einen mesomorphen Makrophanerophyten oder Nanophanerophyten.cite-ref-biolflor-18-1[18]

Ihre Wurzeln sind – typisch fĂŒr Sorbus-Arten – von einer ektotrophen Mykorrhiza umgeben, wodurch die Versorgung mit NĂ€hrstoffen unterstĂŒtzt wird.cite-ref-forstbotanikunifreiburg-4-2[4] Der Pilz Glomus intraradices konnte als arbuskulĂ€rer Mykorrhizapartner der Eberesche festgestellt werden.cite-ref-treesforlife-19-0[19]

BestÀubungsökologie

Bei den BlĂŒten der Eberesche reifen die Narben vor den Staubbeuteln, was botanisch als Proterogynie bezeichnet wird und FremdbestĂ€ubung fördert. Nektar wird verdeckt angeboten. Der verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig unangenehme Geruch der BlĂŒten erinnert an Heringslake und beruht auf dem Wirkstoff Methylamin. Er lockt insbesondere KĂ€fer und Fliegen zur BestĂ€ubung an. Aber auch Bienen schĂ€tzen den Nektar.

Ausbreitungsökologie

Die Samenproduktion erfolgt bei der Eberesche amphimiktisch, also sexuell.cite-ref-biolflor-18-2[18]

Die FrĂŒchte, ApfelfrĂŒchte, werden vor allem nach dem Frost von verschiedenen Vögeln und SĂ€ugetieren (wie von Eichhörnchen) gesammelt. Die noch frischen, durch Karotinoide grellroten FrĂŒchte werden weniger hĂ€ufig angenommen. Die FrĂŒchte werden ĂŒber Speicher- und Versteckausbreitung, Verdauungsausbreitung und Bearbeitungsausbreitung ausgebreitet. Eine besondere Rolle spielen Vögel (Vogelausbreitung = Ornithochorie). Da die Samen unverdaut wieder ausgeschieden werden, wird die Ausbreitung der Eberesche effektiv sichergestellt (Endochorie). Menschenausbreitung geschieht durch die Nutzung als Ziergehölz. Das Fruchtfleisch enthĂ€lt keimhemmende Stoffe. Die Samen keimen nur nach Entfernung des Fruchtfleisches.

Synökologie

Die Eberesche ist eine wichtige Futterpflanze fĂŒr Tiere. Nachgewiesen wurde dies bislang fĂŒr 31 SĂ€ugetier- und 72 Insektenarten, darunter 41 Kleinschmetterlinge und zwölf RĂŒsselkĂ€fer. Insgesamt wurden 63 Vogel- und 20 SĂ€ugetierarten als Nutzer der FrĂŒchte festgestellt. Insbesondere Singdrossel, Misteldrossel, Rotkehlchen, MönchsgrasmĂŒcke, Kleiber und Gimpel schĂ€tzen die FrĂŒchte der Eberesche und nutzen den Baum, ebenso wie der GrĂŒnspecht, als Nistgehölz. Eine wichtige Rolle spielen die FrĂŒchte in der ErnĂ€hrung von Rotdrossel und Seidenschwanz, die, in manchen Jahren aus Nordeuropa bis zu uns kommend, dann einen Teil des Winters in unseren Breiten verbringen. Aber auch Rotfuchs und Dachs verschmĂ€hen die FrĂŒchte nicht.

EichelhĂ€her und verschiedene Nagetiere, wie SiebenschlĂ€fer, Haselmaus, Gelbhals- und Feldmaus legen sich – im Boden versteckt – WintervorrĂ€te der FrĂŒchte an. Da diese oftmals vergessen werden, leisten sie ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Ausbreitung der Eberesche. Paarhufer wie Reh und Rothirsch ernĂ€hren sich von den BlĂ€ttern, Trieben und Knospen der BĂ€ume, der Weißdorn-DickmaulrĂŒssler (Otiorhynchus crataegi) und der Schwarze RĂŒsselkĂ€fer (Otiorhynchus coecus) bevorzugen Triebe und BlĂ€tter.

Insbesondere fĂŒr die Raupen des seltenen Spanners Venusia cambrica und des vom Aussterben bedrohten Gelben Hermelins (Trichosea ludifica) stellt die Eberesche eine wichtige Nahrungspflanze dar. Die Raupen des Baum-Weißlings (Aporia crataegi) tun sich ebenfalls an der Eberesche gĂŒtlich.

Krankheiten

Seit 1960 wurden bei der Eberesche im mitteleuropÀischen Raum starke Krankheitssymptome beobachtet, darunter chlorotische Ringe und Scheckungen. Reduziertes Wachstum und langsamer Verfall wurden ebenfalls beobachtet. Untersuchungen (Lit.: Benthack u. a. 2005) deuten darauf hin, dass es sich vermutlich um ein Virus handelt, das mit der Familie der Bunyaviridae verwandt ist.

Die BlÀtter der Vogelbeere werden von Rostpilzen der Gattung Gymnosporangium (Arten Gymnosporangium cornutum oder Gymnosporangium tremelloides) sowie Ochropsora ariae und dem Echten Mehltau der Art Podosphaera aucupariae befallen.cite-ref-helfer-20-0[20]

SchÀdlinge

SchÀdlinge, die an der Vogelbeere auftreten, sind Ebereschenmotte (Argyresthia conjugella), Ebereschensamenwespe (Megastigmus brevicaudi) und Ebereschenpockenmilbe (Eriophyes sorbi).cite-ref-eder-21-0[21] Ebereschen sind nicht mistelfest.

Vorkommen

Verbreitung

Die Vogelbeere hat eine europaweite Verbreitung. In der typischen Unterart besiedelt sie fast ganz Europa. Im Osten erstrecken sich die Vorkommen bis Westsibirien, sĂŒdlich erreichen sie Nordspanien, Korsika, Sizilien, das nördliche Griechenland und Bulgarien. In SĂŒdeuropa sind BestĂ€nde nur in den Gebirgen und dort vergleichsweise selten belegt. Keine Vorkommen besitzt die Vogelbeere auf den Azoren, Balearen und FĂ€röern, auf Kreta, Sardinien und Spitzbergen sowie im europĂ€ischen Teil der TĂŒrkei. SĂŒdwestasiatische Vorkommen werden in der Fachwelt teils als eigene Art (Sorbus boissieri Schneider), teils zu Sorbus aucuparia gehörig verstanden. Angegebene Vorkommen in Nordafrika gelten als nicht sicher belegt.cite-ref-kutz-23-0[23] In Mitteleuropa ist die Vogelbeere weit verbreitet. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt hier in den Alpen, im Alpenvorland, in den sĂŒd- und mitteldeutschen Mittelgebirgen und in der Norddeutschen Tiefebene. Auf Marschen, in Trockengebieten und wohl auch auf Alluvialböden kommt die Eberesche selten vor, beziehungsweise kann sie auch ganz fehlen. So besitzt sie beispielsweise im Mitteldeutschen Trockengebiet nur zerstreute Vorkommen. BestĂ€nde an der NordseekĂŒste und auf den friesischen Inseln gelten als eingeschleppt. In Österreich kommt die Vogelbeere zerstreut bis hĂ€ufig in allen BundeslĂ€ndern vor, fehlt aber im östlichsten Teil Österreichs. In der Schweiz ist sie verbreitet, gilt jedoch in der SĂŒdschweiz in weiten Teilen des Wallis sowie in Teilen GraubĂŒndens als unbelegt.cite-ref-kutz-23-1[23]

Standort und Vergesellschaftung

Die anspruchslose Vogelbeere ist ein schneller Besiedler von BrachflĂ€chen und kommt auf Lichtungen, in Hecken oder an WaldrĂ€ndern, in Norddeutschland vorwiegend in Knicks als ÜberhĂ€lter vor. Ihr Bodenspektrum reicht von mager bis nĂ€hrstoffreich, von trocken bis feucht und von sauer bis basenreich. Sie gedeiht sowohl in Laub- als auch in NadelwĂ€ldern, auf Moorböden ebenso wie auf trockenen SteinhĂ€ngen. Im Gebirge findet man den Baum bis an die Baumgrenze, in Norwegen bis an die EismeerkĂŒste. Er löst in den GebirgsvorwĂ€ldern hĂ€ufig die Birke als vorherrschenden Baum ab. Sie steigt in Tirol bis 2400 Meter an. Im Bayerischen Wald sind BestĂ€nde bis 1400 Meter Höhe und im Erzgebirge bis 1100 Meter belegt.cite-ref-erl-8-2[8] In den AllgĂ€uer Alpen steigt sie im Tiroler Teil zwischen Gumpenegg und Vorderer Mutte oberhalb Holzgau bis zu einer Höhenlage von 2000 Metern auf.cite-ref-d-rr-lippert-24-0[24]

Sie gedeiht optimal im Piceo-Sorbetum aus dem Verband Sambuco-Salicion, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften der VerbÀnde Quercion roboris oder im Epilobio-Salicetum der Ordnung Fagetalia vor.cite-ref-oberdorfer2001-16-1[16]

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Sorbus aucuparia erfolgte 1753 durch Carl von LinnĂ© in Species Plantarum, 1, Seite 477.cite-ref-tropicos-25-0[25]cite-ref-linn-1753-26-0[26] Meyer gibt fĂŒr Sorbus aucuparia mit Bezug auf Kutzelnigg drei Synonyme an: Aucuparia sylvestris Medicus 1789, Pyrus aucuparia Gaertn. 1791 und Pyrenia aucuparia (Gaertn.) Clairv. 1811.cite-ref-meyer2005-11-6[11] Als weitere Synonyme werden angefĂŒhrt: Crataegus aucuparia (L.) Salisb., Mespilus aucuparia (L.) Scop., Pyrus pohuashanensis Hance, Sorbus adscharica Gatsch., Sorbus amurensis Koehne, Sorbus bachmarensis Gatsch., Sorbus boissieri C.K.Schneid., Sorbus gorodkovii Pojark., Sorbus pohuashanensis (Hance) Rehder, Sorbus aucuparia subsp. pohuashanensis (Hance) McAll., Sorbus aucuparia subsp. gorodkovii (Pojark.) O.N.Korovina.cite-ref-grin-27-0[27]cite-ref-euro-med-28-0[28]

Sorbus aucuparia gehört zur Untergattung Sorbus aus der Gattung Sorbus.cite-ref-rothmaler2016-12-3[12] In Europa ist Sorbus aucuparia der einzige Vertreter der Untergattung.cite-ref-kutz-14-1[14]

Es gibt einige Unterarten von Sorbus aucuparia:cite-ref-grin-27-1[27]cite-ref-euro-med-28-1[28] In Mitteleuropa sind die typische Unterart ssp. aucuparia und ssp. glabrata vertreten.

‱ Gewöhnliche Eberesche, auch Gemeine Eberesche, Gewöhnliche Vogelbeere genanntcite-ref-grin-27-2[27] (Sorbus aucuparia L. subsp. aucuparia, Syn.: Aucuparia pinnata Fourr. nom. illeg., Aucuparia sylvestris Medik., Sorbus boissieri C.K.Schneid., Sorbus caucasigena Gatsch., Sorbus cordata Gand., Sorbus lanuginosa Schult., Sorbus monticola Gand., Sorbus subserrata Opiz, Sorbus vasconica Gand., Sorbus aucuparia subsp. lanuginosa (Schult.) JĂĄv.): Sie ist in Europa, im Kaukasusraum und Westasien weitverbreitet.cite-ref-euro-med-28-2[28] Es gibt Fundortangaben fĂŒr die TĂŒrkei, Armenien, Aserbaidschan, Dagestan, Ciskaukasien, Belarus, europĂ€ischen Teil Russlands, Ukraine, Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Schweiz, Österreich, Deutschland, Belgien Tschechien, Ungarn, Niederlande, Polen, Slowakei, Slowenien, Serbien, Kroatien, Irland, Vereinigtes Königreich, DĂ€nemark, Finnland, Island, Norwegen, Schweden, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Nordmazedonien, Montenegro sowie RumĂ€nien.cite-ref-grin-27-3[27] In Neuseeland, Kanada sowie in den Vereinigten Staaten ist sie ein Neophyt. Sie wird in vielen Gebieten der Welt angepflanzt.cite-ref-grin-27-4[27] Bei dieser Unterart sind Knospen, Blattunterseiten und BlĂŒtenstandsachsen ĂŒberwiegend flĂ€chig behaart. Die Knospen sind nicht klebrig. Die BlĂ€ttchen weisen eine derbe Textur auf. Die Spitze der BlĂ€ttchen ist stumpflich oder rasch zugespitzt ausgeprĂ€gt. Die behaarten KelchblĂ€tter besitzen eine dreieckige Form. Die ScheinfrĂŒchte sind rundlich.cite-ref-meyer2005-11-7[11]cite-ref-rothmaler2016-12-4[12]

Neben der typischen Unterart ssp. aucuparia gibt es in Europa weitere Unterarten, die von einigen Autoren auch als eigene Art aufgefasst werden:

‱ Alpen-Eberesche (Sorbus aucuparia subsp. glabrata (Wimm. & Grab.) Hedl.): Diese Unterart ist insgesamt deutlich weniger behaart als subsp. aucuparia. Die Knospen sind oft klebrig. Die Textur der BlĂ€ttchen ist dĂŒnner ausgeprĂ€gt. Die BlĂ€ttchen verschmĂ€lern sich allmĂ€hlich zugespitzt zur Spitze hin. Sie sind fast kahl. Nur auf der Rhachis der Blattunterseite bildet sich eine spĂ€rliche Behaarung aus. Die BlĂŒtenstandsachsen sind kahl oder fast kahl. Die gerundeten KelchblĂ€tter sind schwach behaart oder kahl. Die ScheinfrĂŒchte sind lĂ€nger als breit.cite-ref-meyer2005-11-8[11]cite-ref-rothmaler2016-12-5[12] Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in Nordeuropa und den höheren Lagen Mitteleuropas.cite-ref-kutz-14-2[14]
‱ Sorbus aucuparia subsp. praemorsa (Guss.) Nyman: Sie kommt nur in Kalabrien, Sizilien sowie auf Korsika vor.cite-ref-grin-27-5[27]
‱ Sorbus aucuparia subsp. fenenkiana T.Georgiev & Stoj. (Syn.: Pyrus aucuparia subsp. fenenkiana (T.Georgiev & Stoj.) T.Georgiev & Stoj.): Dieser Endemit kommt nur in Bulgarien vor.cite-ref-euro-med-28-3[28]
‱ Sorbus aucuparia subsp. sibirica (Hedl.) Krylov: Sie kommt in der Mongolei, in Sibirien und Russlands Fernen Osten vor.cite-ref-grin-27-6[27]
‱ Sorbus aucuparia subsp. maderensis (Lowe) McAll.: Sie kommt nur auf Madeira vor.cite-ref-grin-27-7[27]

Verwendung

Zierbaum

Über ihre natĂŒrlichen Vorkommen hinaus wird die Eberesche gerne im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt. Aufgrund der dekorativen Frucht- und BlĂŒtenstĂ€nde sowie ihrer relativ großen Resistenz gegen Immissionen ist sie in StĂ€dten hĂ€ufig an Straßen als Allee- oder Einzelbaum und in GĂ€rten sowie Parks als Zier- und Vogelschutzgehölz zu finden. In den höheren Lagen der Mittelgebirge und Alpen ist sie oft die einzige Zierholzpflanze. Die Eberesche gilt als Licht- bis Halbschattenbaumart.cite-ref-kutz-23-2[23]

Ingenieurbiologie

Die Eberesche zeichnet sich besonders durch FrosthĂ€rte und Windfestigkeit aus. Auch gegenĂŒber SpĂ€tfrösten (Spaltfrost) zeigt sie sich resistent. Ihre weitreichenden Wurzeln dringen in tiefe Bodenschichten vor. Da sie sich durch Wurzelbrut auch vegetativ vermehren kann und eine hohe AusschlagfĂ€higkeit besitzt, wird sie gerne zur Bodenbefestigung im Kontext biologischer Wildbachverbauung und im Lawinenschutz eingesetzt. Das abgeworfene Laub der Eberesche zersetzt sich relativ rasch und setzt dabei verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig viel Magnesium frei.cite-ref-29[29] Dies hat einen positiven Effekt auf die Humusbildung und der Baum verbessert die NĂ€hrstoffversorgung des Bodens. Ebereschen sind in der Lage, Umweltbelastungen besser standzuhalten als viele andere Baumarten. Diese Eigenschaften fĂŒhrten zur bewussten Anpflanzung des Baums in oder anstelle von durch Sauren Regen geschĂ€digten FichtenwĂ€ldern, zum Beispiel im Ost-Erzgebirge. Hier war der Baum in den 1990er Jahren teilweise die einzige Baumart, die den Umweltbelastungen durch Braunkohlekraftwerke in den 1980er Jahren standgehalten hatte.cite-ref-welt-651163-30-0[30]

Holz

Eberesche wĂ€chst zerstreutporig. Das Kernholz ist schön gemasert und eignet sich im Kunsthandwerk zu Drechselarbeiten. Das Kernholz Ă€lterer Vogelbeeren ist sehr hart und dauerhaft, vergleichbar mit Eichenkernholz; es wurde frĂŒher in der Wagnerei verwendet. Das Splintholz ist elastisch-feinfasrig und eignet sich daher sehr gut fĂŒr Schnitzarbeiten.

Medizin

Die Beeren enthalten ParasorbinsĂ€ure, die zu Magenproblemen fĂŒhren kann. Daher gelten sie oft als etwas giftig. Durch Kochen wird die ParasorbinsĂ€ure zu SorbinsĂ€ure abgebaut, die gut vertrĂ€glich ist.cite-ref-lwf-31-0[31] Gekochte Beeren können daher auch in grĂ¶ĂŸeren Mengen gegessen werden. TatsĂ€chlich waren Vogelbeeren aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts (bis zu 100 mg pro 100 g Beeren, das beim Kochen um etwa ein Drittel abgebaut wird) frĂŒher ein wichtiges Mittel gegen Skorbut.cite-ref-kr-uterlust-32-0[32] Sie enthalten außerdem Provitamin A und Sorbitcite-ref-33[33] bzw. Sorbose, aus der frĂŒher der Zuckeraustauschstoff Sorbit gewonnen wurde.

Die Naturheilkunde schreibt BlĂ€ttern und BlĂŒten eine besondere Heilwirkung zu. Getrocknet finden diese u. a. in Tees gegen Husten, Bronchitis und Magenverstimmungen Verwendung. Auch werden sie bei Verdauungsbeschwerden, HĂ€morrhoidalleiden, Rheuma und Gicht eingesetzt. Die Wirkung ist allerdings nicht wissenschaftlich erwiesen.cite-ref-lwf-31-1[31] SĂ€nger und Redner nutzen die Vogelbeeren z. B. auch, um ihre StimmbĂ€nder geschmeidig zu halten.cite-ref-kr-uterlust-32-1[32] Laut „KrĂ€uterpfarrer“ Johann KĂŒnzle sollen Vogelbeeren zĂ€hen Schleim von den StimmbĂ€ndern lösen und so bei Heiserkeit wertvolle Dienste leisten.

KonfitĂŒre

Nach den ersten Frösten verlieren die FrĂŒchte ihren durch die ParasorbinsĂ€ure hervorgerufenen bitteren Geschmack und werden leicht sĂŒĂŸlich. Die ParasorbinsĂ€ure wird hierbei zur SorbinsĂ€ure umgebildet. Regional, zum Beispiel im Bayerischen Wald und in Böhmen, wird aus den FrĂŒchten KonfitĂŒre gekocht, die wie Preiselbeeren als leicht sĂ€uerliche KonfitĂŒre zu Wildgerichten gereicht wird. HierfĂŒr eignet sich besonders die Essbare oder MĂ€hrische Vogelbeere – Sorbus aucuparia var. moravica, auch var. edulis oder var. dulcis genannt –, die einen höheren Zuckergehalt hat und frei von ParasorbinsĂ€ure ist und daher auch roh verzehrt werden kann.cite-ref-34[34]

Zwei verbreitete Kulturformen der mĂ€hrischen Vogelbeere sind Konzentra und Rosina, deren Auswahl 1946 im Institut fĂŒr Gartenbau Dresden-Pillnitz begann und die 1954 in den Verkauf gebracht wurden. Dabei ist Konzentra fĂŒr die Entsaftung geeignet und Rosina fĂŒr Kompott oder zum Kandieren. Andere Sorten, die Ă€hnlich der mĂ€hrischen Vogelbeere bitterstoffarm sind, sind die aus SĂŒdrussland stammenden Kulturformen Rossica und Rossica Major.cite-ref-gerhard-35-0[35] Weitere essbare Sorten stammen aus Klosterneuburg in Niederösterreich.cite-ref-36[36] Es existieren Hybride mit anderen Fruchtbaumarten, die zum Verzehr geeignet sind. Dazu zĂ€hlen Burka, Likjornaja, Dessertnaja, Granatnaja, Rubinovaja und Titan.cite-ref-gerhard-35-1[35]

Alkoholische GetrÀnke

Der Likör SechsĂ€mtertropfen, der seit dem Ende des 19. Jahrhunderts im Fichtelgebirge gebrannt wird, und der tschechische Jeƙabinka haben als Grundstoff auch VogelbeerenfrĂŒchte.

Vogelbeerschnaps hat in Tirol, Salzburg und in der Steiermark eine lange Tradition. Aufgrund der aufwÀndigen Gewinnung und Verarbeitung der Beeren sowie der geringen Ausbeute beim Brennen der Maische (ca. 2 Liter Edelbrand pro 100 Liter Maische) ist der fertige Edelbrand teuer.

Vor dem Maischvorgang werden die Beeren von den Dolden, die störende Gerbstoffe enthalten, getrennt. Um gĂ€rhemmende Substanzen abzubauen, wird die GĂ€rung bei höherer Temperatur durchgefĂŒhrt. ParasorbinsĂ€ure wird durch Erhitzen beim Destillieren vollstĂ€ndig abgebaut.

In Hessen wird die Vogelbeere (Eberesche) von einigen kleinen Kelterern bei der Apfelweinherstellung verwendet, Àhnlich wie der Speierling. Seltener wird zudem Vogelbeerwein angeboten.

Sonstige Verwendung

Die Borke kann zum Braun- und RotfÀrben von Wolle verwendet werden.

Kulturelles

Der Vogelbeerbaum war den Germanen als Thor geweihter Baum heilig. In der Snorra-Edda (SkĂĄldskaparmĂĄl 18) wird beschrieben, wie sich Thor an einem Ast der Eberesche aus dem Fluss Wimur zog. In Ă€rmlichen Waldgegenden war das Holz so begehrt, dass die Förster frĂŒher Not hatten, die BĂ€ume vor den armen Drehern von Spielwaren, die ihr Holz nicht gern teuer kauften, zu schĂŒtzen. Im Erzgebirge hat der Vogelbeerbaum den Status eines Nationalbaums und wird im von Max Schreyer gedichteten Volkslied vom VuglbĂ€rbaam besungen. In Schottland gehört der Rowan tree vor jedes „gute Haus“, wenn Hexen keinen Einlass finden sollen.

In Dalsland in Schweden schmĂŒckt der Hirte an einem dem Himmelfahrtstag vorangehenden oder nachfolgenden Tag sein Vieh an den Hörnern mit Blumen und treibt es daraufhin bereits um die Mittagszeit nach Hause. Er selbst fĂŒhrt, mit einem geschmĂŒckten Vogelbeerbaum in beiden HĂ€nden, die Herde an. Im Stall wird der Baum an den Giebel gepflanzt und soll wĂ€hrend der Weidezeit die Tiere vor bösen Geistern und Krankheit bewahren. Das Jungvieh wird benannt, indem es bei VerkĂŒndung seines Namens mit einer Rute des Vogelbeerbaums dreimal auf den RĂŒcken geschlagen wird.

Nach dem keltischen Baumkreis – einer Erfindung des Neopaganismus – zĂ€hlt die Eberesche – neben Apfelbaum, Walnuss und Tanne – zu den LebensbĂ€umen. Menschen, die in ihrem Zeichen geboren sind, wird vor allem Lebensfreude, aber auch AnpassungsfĂ€higkeit an schwierige LebensumstĂ€nde nachgesagt. Die Kelten bepflanzten ihre heiligen StĂ€tten, besonders Orakel- und RichtplĂ€tze, oftmals mit der Pflanze.cite-ref-37[37] Man sagt, dass sie die Eberesche zum Symbol des Wiedererwachens nach der dunklen Winterzeit gemacht haben. Einem irischen Sprichwort zufolge gilt die Vogelbeere als Schutzbaum gegen Blitzschlag und Hexenzauber. Äußerlich angewandt sollen die Beeren Wunden heilen, verzehrt man sie, so verlĂ€ngert sich das Leben um ein weiteres Jahr.

Literatur

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‱ Klaus Hillebrand: Vogelbeere (Sorbus aucuparia L.) im westfĂ€lischen Bergland. Wachstum, Ökologie, Waldbau. (= Schriftenreihe der Landesanstalt fĂŒr Ökologie, Bodenordnung und Forsten, Landesamt fĂŒr Agrarordnung Nordrhein-Westfalen. Band 15). Dissertation. Landwirtschaftsverlag, MĂŒnster 1998, ISBN 3-89174-028-X.
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‱ Ingrid und Peter Schönfelder: Das Neue Handbuch der Heilpflanzen, Botanik Arzneidrogen, Wirkstoffe Anwendungen. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-440-12932-6.
‱ L. Roth, M. Daunderer, K. Kornmann: Giftpflanzen Pflanzengifte. 6. ĂŒberarbeitete Auflage. 2012, Nikol-Verlag, ISBN 978-3-86820-009-6.

Weblinks

Wiktionary: Eberesche

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Wiktionary: Vogelbeere

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Commons

: Vogelbeere (

Sorbus aucuparia

)

– Sammlung von Bildern und Audiodateien

‱ Literatur von und ĂŒber Vogelbeere im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Sorbus aucuparia L., Gewöhnliche Vogelbeere. auf FloraWeb.de
‱ Sorbus aucuparia subsp. aucuparia L., Gewöhnliche Vogelbeere (Unterart). auf FloraWeb.de
‱ Sorbus aucuparia subsp. glabrata (Wimm. & Grab.) Caj., Kahle Vogelbeere. auf FloraWeb.de
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‱ Steckbrief und Verbreitungskarte fĂŒr Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns.
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‱ A–Z der Nutzpflanzen (Memento vom 31. Oktober 2010 im Internet Archive)
‱ garten.cz: Sorbus aucuparia.

Einzelnachweise

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cite-note-duden2-22. ↑ Vogelbeerbaum im Duden
cite-note-33. ↑ Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. Deutscher Taschenbuch Verlag, MĂŒnchen 2005.
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cite-note-florawebart-55. ↑ Sorbus aucuparia L., Gewöhnliche Vogelbeere. auf FloraWeb.de
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